Prepaid Kreditkarte kaufen: Zahlungsmethoden und Anbieter in Deutschland & Europa

Der schnellste Weg zu einer Prepaid-Kreditkarte in Deutschland ist die Online-Registrierung bei Revolut, N26 oder Wise. Virtuelle Karten sind kostenlos und innerhalb von Minuten einsatzbereit. Physische Karten kosten 5–10 € und kommen in 3–7 Tagen. Schufaabfrage gibt es bei den meisten Anbietern keine.
Was eine Prepaid-Kreditkarte ist
Eine Prepaid-Kreditkarte ist eine Visa- oder Mastercard, die nur das ausgibt, was du vorher aufgeladen hast. Kein Dispokredit, keine Überziehungsmöglichkeit. Das macht sie nützlich für Online-Einkäufe, Abonnements oder als Zweitkarte für die Reise.
Die besten Anbieter in Deutschland und Österreich
Revolut
Revolut bietet eine virtuelle Karte sofort bei der Registrierung an. Der Free-Tarif enthält eine virtuelle Karte ohne Jahresgebühr.
- Virtuelle Karte: Kostenlos, sofort
- Physische Karte: Kostenlos im Standard-Tarif (Versandkosten möglich)
- Aufladen: Banküberweisung, SEPA-Lastschrift, weitere Karten
- Gebühren: Keine Fremdwährungsgebühr bis zum monatlichen Limit
N26
N26 ist eine deutsche Neobank mit BaFin-Zulassung. Die Mastercard-Debitkarte ist im kostenlosen Konto enthalten.
- Virtuelle Karte: Ja (in der App)
- Physische Karte: Kostenlos bei Kontoeröffnung
- Aufladen: SEPA-Überweisung, Sofortüberweisung
- Gebühren: Keine monatliche Gebühr im Basis-Tarif
Wise
Wise ist ideal für internationale Zahlungen und Mehrwährungskonten.
- Virtuelle Karte: Ja, sofort nach Kontoeröffnung
- Physische Karte: ~8 € Liefergebühr
- Aufladen: SEPA, Kreditkarte, lokale Banküberweisung
- Gebühren: Günstig bei Fremdwährungstransaktionen
Neteller
Neteller bietet eine Prepaid-Mastercard für Nutzer an, die kein reguläres Bankkonto verknüpfen möchten.
- Virtuelle Karte: Ja
- Aufladen: Kreditkarte, Banküberweisung
- Gebühren: 1 % Fremdwährungsgebühr
Gebührenvergleich
| Anbieter | Jahresgebühr | Fremdwährung | Aufladen |
|----------|-------------|--------------|---------|
| Revolut (Free) | 0 € | 0 % bis Limit | Kostenlos |
| N26 (Standard) | 0 € | 1,7 % | Kostenlos |
| Wise | 0 € | ~0,4–1,5 % | 0–1,5 % |
| Neteller | ~1 €/Monat | 1 % | 1–3 % |
Ausweispflicht und KYC
Alle wiederaufladbaren Prepaid-Karten über 150 € erfordern eine Identitätsprüfung gemäß der EU-Geldwäscherichtlinie (AMLD5). Das bedeutet: Personalausweis oder Reisepass, meist per Video-Ident. Für einmalige Prepaidkarten ohne Aufladefunktion gibt es noch Optionen ohne KYC, aber mit niedrigen Limits.
So beantragst du eine Prepaid-Kreditkarte
- Wähle einen Anbieter (Revolut, N26 oder Wise für die meisten Nutzer)
- Gehe auf die Website oder lade die App herunter
- Registriere dich mit E-Mail und Handynummer
- Verifiziere deine Identität (Ausweis-Scan oder Video-Ident)
- Zahle Geld auf das Konto ein (SEPA-Überweisung oder Sofortüberweisung)
- Nutze die virtuelle Karte sofort — die physische Karte kommt per Post in 3–7 Tagen
Virtuelle vs. physische Karte
| | Virtuell | Physisch |
|-|---------|---------|
| Bereitstellung | Sofort | 3–7 Tage |
| Kosten | Kostenlos | 0–10 € |
| Online-Käufe | Ja | Ja |
| Bezahlen im Geschäft | Über Apple/Google Pay | Ja |
| Geld abheben | Nein | Ja (Gebühren möglich) |
Wofür Prepaid-Karten nützlich sind
- Abonnements mit begrenztem Budget (Netflix, Spotify, ChatGPT)
- Online-Käufe bei unbekannten Shops
- Reisen ins Ausland ohne Fremdwährungsgebühren
- Jugendliche ohne eigenes Bankkonto
- Getrennte Budgets für bestimmte Ausgabenkategorien
Einschränkungen
- Nicht alle Online-Shops akzeptieren Prepaid-Karten (besonders US-Dienste)
- Manche Dienste blockieren virtuelle Kartennummern bei Abonnements
- Kein Kreditrahmen — wenn die Karte leer ist, funktioniert sie nicht
- Einige Autovermietungen und Hotels verlangen echte Kreditkarten als Sicherheit
Häufig gestellte Fragen
